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NOZ, 23.09.2015 – Presseartikel –

Zwei Konzerte vom Chor 16 – Singende Briefträger und Fernmeldetechniker in Bad Laer –
Engagiert leitet der 2. Dirigent Peter Strickrodt die Proben, und genau so engagiert ziehen die Sängerinnen und Sänger des Chors 16 mit.

Foto: Horst Troiza


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Bad Laer. Die Mitglieder dieses Chores kommen aus allen Bundesländern, deshalb nennt er sich schlicht Chor 16. Gegenwärtig hält er sich zu Proben in Bad Laer auf, wo für Samstag ein Konzert zusammen mit dem MGV Teutonia Müschen geplant ist. Einen Tag zuvor werden die 65 Sängerinnen und Sänger mit dem MGV Osnabrück-Gretesch in der Lutherkirche auftreten.
Für gewöhnlich finden in diesem großen Saal des Hotels Mönter-Meyer Tagungen und Hochzeiten statt, aber im Moment ist er zu einem Probenraum umfunktioniert. Die vormittägliche Stille im Foyer wird von vielstimmigem Gesang durchbrochen und die eine oder andere Hotelmitarbeiterin bleibt kurz stehen, um einen Moment zu lauschen.

Von überall her
Drinnen haben sich die Sängerinnen und Sänger zur ersten Probe dieses Tages versammelt. Am Samstag sind sie von überall her angereist, aus Lübeck, München, dem Saargebiet, aus Köln, Dresden und Schwerin, um am Fuße des Teutoburger Waldes das jährliche Chortreffen durchzuführen. Kaum waren sie aus ihren Autos gestiegen und hatten eingecheckt, da hatte Chorleiter Frank Satzky, der im Hauptberuf den Magdeburger Knabenchor dirigiert, schon zur ersten Probe gebeten.


Acht Stunden täglich
„Wir proben jeden Tag acht Stunden, deshalb treffen wir uns auch. Weil die Mitglieder über ganz Deutschland verstreut leben, bietet diese eine Woche die einzige Gelegenheit, miteinander zu singen“, erklärt Friedrich Plötz, der Vorsitzende der Chorgemeinschaft, die 2005 aus dem Auswahlchor von Post und Telekom hervorgegangen ist. Seine Mitglieder können Briefträger sein, Verwaltungsfachleute, Schalterbeamte oder Fernmeldetechniker.

Gute Stimmung
An diesem Vormittag steht Brahms auf den Notenblättern. Die Bandbreite des Chor 16 reicht von der Klassik bis zur Moderne. „Waldesnacht, du wunderkühle, die ich tausend Male grüß‘, Nach dem lauten Weltgewühle, O wie ist dein Rauschen süß!“, ist zu hören. Peter Strickrodt, der 2. Dirigent, leitet die heutige Probe. Engagiert lenkt er die Frauen und Männer, die ansonsten noch bei der Post oder der Telekom beschäftigt oder Pensionäre sind, durch die Notenfolgen, unterbricht, gibt die Stimmlage vor und lässt sie wieder von vorn beginnen. Die Stimmung im Probensaal ist fantastisch, denn alle freuen sich, einmal wieder zusammen sein zu können.

Gemeinsames Konzert
Doch das Salz in der Suppe dieser jährlichen Treffen sind die Auftritte. „Die Freundin einer unserer Sängerinnen hatte das Hotel empfohlen, also bin ich hierher gereist, um es mir anzusehen“, berichtet Plötz. An jenem Wochenende war der MGV Teutonia zu einem Auftritt im Haus des Gastes gewesen. Er hatte sich mit dessen Vorsitzenden Franz-Josef Buschmeyer in Verbindung gesetzt und sie verabredeten ein gemeinsames Konzert. Ebenso war es mit dem MGV aus Gretesch geschehen.